Ruhiger Therapieraum der Praxis mit Sofa und Tageslicht

Zielgruppen

Für wen die Praxis da ist

Behandlung von 3 bis 21 Jahren – vom Spiel im Kindergartenalter bis zum Gespräch mit jungen Erwachsenen. Wie eine Therapie aussieht, hängt stark vom Alter ab. Auf dieser Seite lesen Sie, was Sie und Ihr Kind in den jeweiligen Altersgruppen erwartet.

  • 50 Minutenpro Sitzung, in der Regel wöchentlich
  • Feste Terminegleicher Tag, gleiche Uhrzeit
  • Schweigepflichtauch gegenüber Schule und Amt
  • Eltern eingeschlosseneigene Termine, keine Zusatzleistung

Überblick

Vier Wege in dieselbe Praxis

Ein Fünfjähriger, der nicht mehr in den Kindergarten will, und eine Siebzehnjährige, die seit Monaten nicht mehr schläft, brauchen dieselbe Sorgfalt – aber nicht dieselbe Behandlung. Deshalb unterscheidet sich die Arbeit nach Alter, Entwicklungsstand und danach, wie viel Ihr Kind selbst schon in Worte fassen kann.

Holzfiguren und Bausteine auf einem Teppich im Spielbereich

3–12 Jahre

Kinder

Behandlung über Spiel, Bewegung und Gestalten. Eltern sind fester Bestandteil.

Mehr erfahren
Schreibtisch eines Jugendlichen mit Kopfhörern und Skizzenbuch

13–18 Jahre

Jugendliche

Eigener Raum ohne Urteil. Was besprochen wird, bleibt in den Stunden.

Mehr erfahren
Tisch am Fenster mit Notizbuch, Tasse und Schlüsseln

bis 21 Jahre

Junge Erwachsene

Ausbildung, Studium, erste eigene Wohnung – Behandlung auch nach 18.

Mehr erfahren
Zwei Sessel mit kleinem Tisch, Wassergläsern und Taschentüchern

Eigene Termine

Eltern & Bezugspersonen

Regelmäßige Gespräche über Alltag, Entwicklung und Ihre eigene Belastung.

Mehr erfahren

3 bis 12 Jahre

Kinder

Bei jüngeren Kindern läuft Therapie nicht über Reden im Sessel, sondern über Spiel, Bewegung und Gestalten. Kinder zeigen im Spiel, wofür sie noch keine Worte haben: Ängste, Wut, Trauer nach einer Trennung, den Druck in der Schule.

In den ersten Stunden geht es vor allem darum, dass Ihr Kind sich im Raum zurechtfindet und merkt: Hier wird nichts bewertet und nichts weitererzählt. Erst danach nähern wir uns dem an, was schwierig ist – im Tempo Ihres Kindes und ohne dass es etwas erklären muss, wofür ihm die Worte fehlen.

Sie als Eltern sind fester Bestandteil der Behandlung und haben eigene Termine bei mir. Je jünger das Kind, desto größer ist Ihr Anteil: Bei sehr kleinen Kindern arbeite ich zeitweise überwiegend mit Ihnen.

Womit Kinder zu mir kommen

  • Ängste, Trennungsangst und Schulvermeidung
  • Aggressives Verhalten und häufige Wutausbrüche
  • Konzentrationsprobleme, Impulsivität, ADHS
  • Schlafstörungen und Einnässen
  • Reaktionen auf Trennung, Umzug oder Verlust
  • Rückzug, Traurigkeit und wenig Kontakt zu Gleichaltrigen
Holzfiguren und Bausteine auf einem Teppich im Spielbereich
Schreibtisch eines Jugendlichen mit Kopfhörern und Skizzenbuch

13 bis 18 Jahre

Jugendliche

Jugendliche kommen oft, weil andere sie schicken – und bleiben, wenn sie merken, dass hier niemand über sie urteilt und niemand sie zu etwas überredet.

Was in den Stunden besprochen wird, bleibt in den Stunden. Das gilt auch gegenüber den Eltern. Die einzige Ausnahme ist akute Gefahr, und diese Ausnahme bespreche ich in der ersten Stunde offen – nicht als Drohung, sondern damit klar ist, woran man sich halten kann.

Wenn Ihr Kind nicht in Therapie will, ist das der Normalfall und kein Ausschlusskriterium. Häufig reicht die Vereinbarung, es einmal auszuprobieren, ohne dass sich jemand zu etwas verpflichtet.

Womit Jugendliche zu mir kommen

  • Depression, Antriebslosigkeit und Rückzug
  • Selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken
  • Essstörungen und ein belastetes Körperbild
  • Soziale Ängste, Mobbing und Prüfungsangst
  • Zwänge, Panikattacken und Schlafstörungen
  • Exzessive Mediennutzung und Gaming

bis 21 Jahre

Junge Erwachsene

Ausbildung, Studium, erste eigene Wohnung: Auch nach dem 18. Geburtstag ist eine Behandlung bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten möglich. Voraussetzung ist, dass die Therapie vor dem vollendeten 21. Lebensjahr beginnt.

In dieser Phase fällt vieles zusammen: Der Schulabschluss liegt gerade hinter Ihnen, die Struktur, die der Alltag vorher vorgegeben hat, fällt weg, und Entscheidungen, die weit reichen, stehen an. Dass das überfordert, ist keine Schwäche.

Sie entscheiden hier allein über die Behandlung, und ich spreche ohne Ihre Zustimmung mit niemandem – auch nicht mit Ihren Eltern. Ob und wie stark Ihre Familie einbezogen wird, legen Sie fest.

Häufige Themen

  • Ablösung vom Elternhaus und Konflikte zu Hause
  • Zukunfts- und Entscheidungsdruck, Prüfungsangst
  • Depressive Episoden und Erschöpfung
  • Ängste, Panik und sozialer Rückzug
  • Fortführung einer Behandlung, die im Jugendalter begonnen hat
Tisch am Fenster mit Notizbuch, Tasse und Schlüsseln
Zwei Sessel mit kleinem Tisch für Elterngespräche

Eigene Termine

Eltern und Bezugspersonen

Auch wenn Ihr Kind im Mittelpunkt steht: Ohne Sie funktioniert Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nicht. Deshalb sind Elterngespräche fester Teil der Behandlung und keine Zusatzleistung.

Diese Gespräche finden in der Regel alle vier bis sechs Wochen statt. Darin bespreche ich keine Inhalte aus den Stunden Ihres Kindes, sondern Themen, Entwicklung und konkrete Fragen aus dem Alltag – und ausdrücklich auch Ihre eigene Belastung. Eltern, die über Monate im Ausnahmezustand leben, brauchen selbst einen Ort, an dem das ausgesprochen werden darf.

Bei gemeinsamem Sorgerecht ist die Zustimmung beider Elternteile erforderlich, auch nach einer Trennung. Wenn ein Elternteil nicht erreichbar ist oder die Zustimmung verweigert, gibt es Wege – sprechen Sie mich darauf an, das ist häufiger als Sie denken.

Worum es in Elterngesprächen geht

  • Wie Sie im Alltag auf schwierige Situationen reagieren können
  • Umgang mit Geschwistern und mit dem Rest der Familie
  • Absprachen mit Schule, Kita oder Jugendhilfe – nur mit Ihrer Entbindung
  • Ihre eigene Erschöpfung, Sorge und Schuldgefühle
  • Was nach dem Ende der Therapie hilfreich bleibt
Der erste Schritt ist kein Therapieplatz,
sondern ein Gespräch.
Termin anfragen

Wie es weitergeht

Sie wissen nicht, ob es „schlimm genug“ ist?

Es gibt keine Schwelle, ab der man berechtigt ist, sich Hilfe zu holen. Die meisten Eltern warten zu lange, weil sie hoffen, dass es eine Phase ist. Kommen Sie lieber einmal zu früh: Wenn ich im Erstgespräch nichts Behandlungsbedürftiges sehe, sage ich Ihnen das – und Sie haben trotzdem eine fachliche Einschätzung.

Stifte, Papier und Sandkasten mit Holzfiguren auf dem Tisch

Anlässe und Beschwerdebilder

Von Schulvermeidung über ADHS bis zu Traumafolgestörungen: zwölf Anlässe im Überblick, mit Hinweisen, woran Sie sie erkennen.

Zu den Anlässen
Terminkalender, Stift und Notizbuch auf dem Schreibtisch

Der Weg zur Therapie

Sechs Schritte von der ersten Nachricht bis zum Abschluss – Sprechstunde, probatorische Sitzungen, Antrag bei der Kasse.

Zum Ablauf
Arbeitsmaterialien der Praxis: Arbeitsblätter, Stifte und Sanduhr

Wie ich arbeite

Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche: was im Raum passiert, wie eine Stunde abläuft und wo eine ambulante Behandlung an ihre Grenzen kommt.

Zum Verfahren
Unterlagen, Brille und Stift auf dem Schreibtisch

Kosten und Kostenübernahme

Gesetzlich versichert, privat versichert oder Selbstzahler: was auf Sie zukommt und was nicht.

Zu den Kosten

Kontakt

Termin für die Sprechstunde anfragen

Rufen Sie an oder schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Sie erhalten innerhalb von zwei Werktagen eine Rückmeldung. Wenn ich Ihnen keinen Platz anbieten kann, sage ich Ihnen das direkt und nenne Ihnen Anlaufstellen, die weiterhelfen – statt Sie auf einer Liste warten zu lassen.

Praxis Maik Mersmann

Wenn es akut ist

Bei akuter Selbstgefährdung oder einer psychischen Krise warten Sie bitte nicht auf einen Therapietermin.

  • 030 61 00 61Berliner Kinder- und Jugendnotdienst, rund um die Uhr
  • 116 111„Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche
  • 112In lebensbedrohlichen Situationen