Zwei Sessel mit Handpuppen vor der Bücherwand

Zielgruppen

Für wen die Praxis da ist

Behandlung vom Grundschulalter bis zum 21. Lebensjahr – vom Spiel in den ersten Schuljahren bis zum Gespräch mit jungen Erwachsenen. Wie eine Therapie aussieht, hängt stark vom Alter ab. Auf dieser Seite lesen Sie, was Sie und Ihr Kind in den jeweiligen Altersgruppen erwartet – und welches Angebot es für Fachkräfte gibt.

  • [Dauer]pro Sitzung, in der Regel wöchentlich
  • Feste Terminegleicher Tag, gleiche Uhrzeit
  • Schweigepflichtauch gegenüber Schule und Amt
  • Eltern eingeschlosseneigene Termine, keine Zusatzleistung

Überblick

Fünf Wege in dieselbe Praxis

Ein Achtjähriger, der morgens nicht mehr in die Schule will, und eine Siebzehnjährige, die seit Monaten nicht mehr schläft, brauchen dieselbe Sorgfalt – aber nicht dieselbe Behandlung. Deshalb unterscheidet sich die Arbeit nach Alter, Entwicklungsstand und danach, wie viel Ihr Kind selbst schon in Worte fassen kann. Dazu kommen Eltern und Bezugspersonen mit eigenen Terminen – und Fachkräfte, die ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Supervision reflektieren.

Bunte Holzbausteine auf dem Tisch

Grundschulalter bis 12 Jahre

Kinder

Behandlung über Spiel, Bewegung und Gestalten. Eltern sind fester Bestandteil der Arbeit.

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Zauberwürfel auf einem Holztisch

13–18 Jahre

Jugendliche

Ein eigener Raum ohne Urteil. Was hier besprochen wird, bleibt vertraulich in den Stunden.

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Schachfiguren in Nahaufnahme

bis 21 Jahre

Junge Erwachsene

Ausbildung, Studium, erste eigene Wohnung – eine Behandlung ist auch nach 18 möglich.

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Drei Holzgliederpuppen im Gespräch

Eigene Termine

Eltern & Bezugspersonen

Regelmäßige Gespräche über Alltag, Entwicklung und Ihre eigene Belastung.

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Stuhlkreis im Gruppenraum der Praxis für Supervision und Teamgespräche

Supervision

Pädagogen & Fachkräfte

Erzieherinnen, Lehrkräfte, Jugendhilfe und Beratungsstellen – die Erwachsenen rund um das Kind.

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Grundschulalter bis 12 Jahre

Kinder

Bei jüngeren Kindern läuft Therapie nicht über Reden im Sessel, sondern über Spiel, Bewegung und Gestalten. Kinder zeigen im Spiel, wofür sie noch keine Worte haben: Ängste, Wut, Trauer nach einer Trennung, den Druck in der Schule.

In den ersten Stunden geht es vor allem darum, dass Ihr Kind sich im Raum zurechtfindet und merkt: Hier wird nichts bewertet und nichts weitererzählt. Erst danach nähern wir uns dem an, was schwierig ist – im Tempo Ihres Kindes und ohne dass es etwas erklären muss, wofür ihm die Worte fehlen.

Sie als Eltern sind fester Bestandteil der Behandlung und haben eigene Termine bei mir. Je jünger das Kind, desto größer ist Ihr Anteil: Bei sehr kleinen Kindern arbeite ich zeitweise überwiegend mit Ihnen.

Womit Kinder zu mir kommen

  • Ängste, Trennungsangst und Schulvermeidung
  • Aggressives Verhalten und häufige Wutausbrüche
  • Konzentrationsprobleme, Impulsivität, ADHS
  • Schlafstörungen und Einnässen
  • Reaktionen auf Trennung, Umzug oder Verlust
  • Rückzug, Traurigkeit und wenig Kontakt zu Gleichaltrigen
Bunte Holzbausteine auf dem Tisch
Zauberwürfel auf einem Holztisch

13 bis 18 Jahre

Jugendliche

Jugendliche kommen oft, weil andere sie schicken – und bleiben, wenn sie merken, dass hier niemand über sie urteilt und niemand sie zu etwas überredet.

Was in den Stunden besprochen wird, bleibt in den Stunden. Das gilt auch gegenüber den Eltern. Die einzige Ausnahme ist akute Gefahr, und diese Ausnahme bespreche ich in der ersten Stunde offen – nicht als Drohung, sondern damit klar ist, woran man sich halten kann.

Wenn Ihr Kind nicht in Therapie will, ist das der Normalfall und kein Ausschlusskriterium. Häufig reicht die Vereinbarung, es einmal auszuprobieren, ohne dass sich jemand zu etwas verpflichtet.

Womit Jugendliche zu mir kommen

  • Depression, Antriebslosigkeit und Rückzug
  • Selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken
  • Essstörungen und ein belastetes Körperbild
  • Soziale Ängste, Mobbing und Prüfungsangst
  • Zwänge, Panikattacken und Schlafstörungen
  • Exzessive Mediennutzung und Gaming

bis 21 Jahre

Junge Erwachsene

Ausbildung, Studium, erste eigene Wohnung: Auch nach dem 18. Geburtstag ist eine Behandlung bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten möglich. Voraussetzung ist, dass die Therapie vor dem vollendeten 21. Lebensjahr beginnt.

In dieser Phase fällt vieles zusammen: Der Schulabschluss liegt gerade hinter Ihnen, die Struktur, die der Alltag vorher vorgegeben hat, fällt weg, und Entscheidungen, die weit reichen, stehen an. Dass das überfordert, ist keine Schwäche.

Sie entscheiden hier allein über die Behandlung, und ich spreche ohne Ihre Zustimmung mit niemandem – auch nicht mit Ihren Eltern. Ob und wie stark Ihre Familie einbezogen wird, legen Sie fest.

Häufige Themen

  • Ablösung vom Elternhaus und Konflikte zu Hause
  • Zukunfts- und Entscheidungsdruck, Prüfungsangst
  • Depressive Episoden und Erschöpfung
  • Ängste, Panik und sozialer Rückzug
  • Fortführung einer Behandlung, die im Jugendalter begonnen hat
Schachfiguren in Nahaufnahme
Zwei Holzgliederpuppen einander zugewandt

Eigene Termine

Eltern und Bezugspersonen

Auch wenn Ihr Kind im Mittelpunkt steht: Ohne Sie funktioniert Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nicht. Deshalb sind Elterngespräche fester Teil der Behandlung und keine Zusatzleistung.

Diese Gespräche finden in der Regel alle vier bis sechs Wochen statt. Darin bespreche ich keine Inhalte aus den Stunden Ihres Kindes, sondern Themen, Entwicklung und konkrete Fragen aus dem Alltag – und ausdrücklich auch Ihre eigene Belastung. Eltern, die über Monate im Ausnahmezustand leben, brauchen selbst einen Ort, an dem das ausgesprochen werden darf.

Bei gemeinsamem Sorgerecht ist die Zustimmung beider Elternteile erforderlich, auch nach einer Trennung. Wenn ein Elternteil nicht erreichbar ist oder die Zustimmung verweigert, gibt es Wege – sprechen Sie mich darauf an, das ist häufiger als Sie denken.

Worum es in Elterngesprächen geht

  • Wie Sie im Alltag auf schwierige Situationen reagieren können
  • Umgang mit Geschwistern und mit dem Rest der Familie
  • Absprachen mit Schule, Kita oder Jugendhilfe – nur mit Ihrer Entbindung
  • Ihre eigene Erschöpfung, Sorge und Schuldgefühle
  • Was nach dem Ende der Therapie hilfreich bleibt

Für Fachkräfte

Pädagogen und Fachkräfte

Die fünfte Gruppe sitzt nicht im Wartezimmer: Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Mitarbeitende in Jugendhilfe, Beratungsstellen und Praxen. Sie kommen nicht mit einem eigenen Anliegen, sondern mit den Kindern und Familien, die sie beruflich begleiten.

Wer täglich mit belasteten Familien arbeitet, gerät regelmäßig an einen Punkt, an dem der eigene Blick zu nah am Fall ist: ein Verlauf, der sich nicht mehr bewegt, Spannungen im Kollegium, ein Elternkontakt, der abgerissen ist, oder die Frage, wo die eigene Zuständigkeit endet. Dafür braucht es keinen Therapieplatz, sondern einen Ort für fachliche Reflexion.

Damit ist dies die einzige Zielgruppe der Praxis, die nicht selbst behandelt wird. Was ich dieser Gruppe konkret anbiete, in welchen Formaten und zu welchen Bedingungen, steht im Bereich Leistungen.

Zum Angebot Supervision →

Stuhlkreis im Gruppenraum der Praxis für Supervision und Teamgespräche
Stuhlrunde mit Flipchart im Gruppenraum der Praxis
Der erste Schritt ist kein Therapieplatz,
sondern ein Gespräch.
Termin anfragen

Wie es weitergeht

Sie wissen nicht, ob es „schlimm genug“ ist?

Es gibt keine Schwelle, ab der man berechtigt ist, sich Hilfe zu holen. Die meisten Eltern warten zu lange, weil sie hoffen, dass es eine Phase ist. Kommen Sie lieber einmal zu früh: Wenn ich im Erstgespräch nichts Behandlungsbedürftiges sehe, sage ich Ihnen das – und Sie haben trotzdem eine fachliche Einschätzung.

Gezeichnete Gesichter und Buntstifte auf einem Blatt

Anlässe und Beschwerdebilder

Von Schulvermeidung über ADHS bis zu Traumafolgestörungen: zwölf Anlässe im Überblick, mit Hinweisen, woran Sie sie erkennen.

Zu den Anlässen →
Systembrett mit Figuren und farbigen Seilen

Wie ich arbeite

Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche: was im Raum passiert, wie eine Stunde abläuft und wo eine ambulante Behandlung an ihre Grenzen kommt.

Zum Verfahren →
Bedürfnispyramide mit Spielfiguren

Der Weg zur Therapie

Sechs Schritte von der ersten Nachricht bis zum Abschluss – Sprechstunde, probatorische Sitzungen, Antrag bei der Kasse.

Zum Ablauf →
Schreibtisch mit Stiften und Unterlagen

Kosten und Kostenübernahme

Gesetzlich versichert, privat versichert oder Selbstzahler: was auf Sie zukommt und was nicht.

Zu den Kosten →

Kontakt

Termin für die Sprechstunde anfragen

Rufen Sie an oder schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Sie erhalten innerhalb von zwei Werktagen eine Rückmeldung. Wenn ich Ihnen keinen Platz anbieten kann, sage ich Ihnen das direkt und nenne Ihnen Anlaufstellen, die weiterhelfen – statt Sie auf einer Liste warten zu lassen.

Therapeutische Praxis Berlin

Wenn es akut ist

Bei akuter Selbstgefährdung oder einer psychischen Krise warten Sie bitte nicht auf einen Therapietermin.

  • 030 61 00 61Berliner Kinder- und Jugendnotdienst, rund um die Uhr
  • 116 111„Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche
  • 112In lebensbedrohlichen Situationen