Detail im Flur der Praxis: bunte Fischskulptur über dem Aquarium

Über mich

Maik Mersmann

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, seit 2021 mit Kassensitz in Berlin. Über zwanzig Jahre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – in der Kinderklinik, in der Jugendhilfe, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und seit 2016 in eigener Praxis.

Der Weg hierher

Vom Krankenhausflur in den Therapieraum

Ich habe nicht mit der Psychotherapie angefangen, sondern mit der Sozialen Arbeit. Studiert habe ich in Münster, ein Jahr davon in Brasilien, wo ich in einem Kinderdorf bei Recife gearbeitet habe. Dort wurde mir zum ersten Mal deutlich, wie viel Halt eine verlässliche Beziehung trägt, auch wenn die Umstände alles andere als verlässlich sind.

Danach folgten gut vier Jahre am Universitätsklinikum Münster, in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: erst das Anerkennungsjahr in der Allgemeinen Pädiatrie und Onkologie, ab 2006 der psychosoziale Dienst derselben Klinik. Ich habe Familien begleitet, deren Kind gerade eine Diagnose bekommen hatte, die alles veränderte. Zwei Jahre leitete ich anschließend einen Bereich im Münchner Kindl-Heim, einer Einrichtung der Jugendhilfe.

Von 2011 bis 2016 arbeitete ich an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der LMU München und absolvierte parallel die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. 2016 eröffnete ich die erste eigene Praxis, 2017 kam der Kassensitz in Cottbus dazu, seit 2021 arbeite ich mit Kassenzulassung in Berlin.

Diese Reihenfolge ist kein Zufall, sondern der Grund für meine Arbeitsweise: Ich habe Kinder erst im Krankenhaus, dann im Heim und dann in der Klinik erlebt, bevor ich sie in einem Therapieraum getroffen habe. Was ein Kind zu Hause, in der Schule oder im Hilfesystem erlebt, ist für mich deshalb nie nur Hintergrund.

Maik Mersmann, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in Berlin-Lichtenberg

Stationen

Der Weg in acht Stationen

Klicken Sie sich durch die Jahreszahlen – jede Station steht für einen Blickwinkel auf dieselbe Frage: Was braucht ein Kind, damit sich etwas bewegt?

Münster und Recife

Soziale Arbeit – und ein Jahr Brasilien

2000 bis 2004

Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Fachhochschule in Münster, ein Jahr davon an der Bundesuniversität von Pernambuco. Im Kinderdorf Cidade da Criança habe ich zum ersten Mal erlebt, wie viel eine verlässliche Beziehung trägt, wenn sonst wenig verlässlich ist.

Haltung

Was mir wichtig ist

Es gibt Therapeutinnen und Therapeuten, die auf ein Kind schauen und eine Störung sehen. Ich sehe zuerst ein Kind, das etwas mit sich trägt, wofür es noch keine Sprache hat – und ein Verhalten, das aus dessen Sicht bisher die beste verfügbare Lösung war.

Ich sage, was ich denke

Auch wenn es unbequem ist. Wenn ich im Erstgespräch nichts Behandlungsbedürftiges sehe, sage ich Ihnen das, statt einen Platz zu belegen. Wenn ein anderes Angebot besser passt, nenne ich es. Und wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, spreche ich das früh an und nicht erst nach einem halben Jahr.

Kein Kind ist sein Verhalten

Ein Kind, das schlägt, ist kein aggressives Kind. Es ist ein Kind, dem in einer bestimmten Situation nichts anderes einfällt. Diese Unterscheidung klingt klein, verändert aber alles – für das Kind, für die Eltern und dafür, was in der Behandlung möglich wird.

Eltern sind keine Zuschauer

Ich arbeite nicht am Kind vorbei und auch nicht über die Eltern hinweg. Was in den Stunden Ihres Kindes besprochen wird, bleibt vertraulich – alles andere wäre wertlos. Gleichzeitig brauche ich Sie: Für das, was zu Hause passiert, sind Sie die Fachleute.

Stärken sind kein Beiwerk

Fast jedes Kind, das hierherkommt, kann mir sofort sagen, was es nicht kann. Nach den Stärken muss man meist länger fragen. Genau dort beginnt die Arbeit, denn verändern lässt sich etwas nur von dem aus, was schon da ist.

Qualifikation

Ausbildung und Zulassung

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist ein geschützter Heilberuf. Damit Sie einordnen können, worauf meine Arbeit beruht, hier der fachliche Hintergrund im Überblick.

  • Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Schwerpunkt Verhaltenstherapie, 2015
  • Ausbildung 2011 bis 2015 am Ausbildungsinstitut München des Vereins zur Förderung der klinischen Verhaltenstherapie
  • Zusatzausbildung Gruppenpsychotherapie, 2011 bis 2015
  • Kassenzulassung der KV Brandenburg, Versorgungsbereich Cottbus, 2017 bis 2021
  • Kassenzulassung der KV Berlin seit 2021, für Einzel- und für Gruppentherapie
  • Mitglied der Psychotherapeutenkammer Berlin
Dozent im Gespräch mit einer Seminargruppe vor einem Flipchart

Neben der Praxis

Lehre, Supervision und Begutachtung

Ein Teil meiner Arbeitszeit geht nicht in die Behandlung, sondern in die Ausbildung derer, die später selbst behandeln. Das hält die eigene Arbeit wach: Wer erklären muss, warum er etwas tut, merkt schnell, wo die Begründung dünn wird.

Dozent

  • Seit 2016 am IFT – Institut für Therapieforschung in München
  • Seit 2021 am Ausbildungsinstitut München des VFKV

Supervisor

  • Seit 2019 am IFT – Institut für Therapieforschung
  • Seit 2021 am Ausbildungsinstitut München des VFKV

Begutachtung

Von 2023 bis 2026 war ich durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung als Gutachter für die Krankenkassen bestellt und habe Behandlungsanträge anderer Praxen geprüft. Das ist der Grund, warum ich Anträge sehr genau kenne – und warum ich Ihnen ziemlich verlässlich sagen kann, wie ein Antrag durchgeht.

Veröffentlichungen

Wissenschaftliche Arbeiten

Aus der Zeit an der LMU München stammen zwei Veröffentlichungen zu Geschlechtsidentität im Jugendalter, beide als Mitautor.

2014

Heterogenität von Geschlechtsidentitätsstörungen bei Jugendlichen. Zur differenziellen Bedeutung der psychiatrischen Komorbidität und individuellen Psychodynamik

Korte, A., Beier, K. M., Vukorepa, J., Mersmann, M. & Albiez, V.

Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie · Band 63, Seiten 523–541

2016

Zur Debatte über das TSG. Abschaffung der Begutachtung zur Vornamensänderung auch bei Minderjährigen mit der Diagnose Geschlechtsidentitätsstörung?

Korte, A., Schmidt, H., Borsinski, H. A. G., Mersmann, M. & Beier, K. M.

Zeitschrift für Sexualforschung · Jahrgang 29, Heft 1, Seiten 48–56

Stuhlrunde mit Flipchart im Gruppenraum der Praxis
Verstehen ist der erste Schritt.
Verändern ist der Prozess.
Entwickeln ist das Ziel.
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Bei akuter Selbstgefährdung oder einer psychischen Krise warten Sie bitte nicht auf einen Therapietermin.

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